Unser Kelterhaus:  

[Bilder Kelterhaus]


The Never Ending Story...

Nachdem im Oktober 1993 der Obst- und Gartenbauverein Strinz-Margarethä gegründet wurde, entwickelte sich der Bereich Obstanbau am Stärksten. Obstbau macht für Hobbybauern am meisten Sinn, wenn das Erntegut auch selbst verarbeitet und veredelt wird. 1994 konnte eine gebrauchte Kelter erworben werden und nun setzte der Boom ein. 

Gekeltert wurde auf der Straße in einer Hofeinfahrt, was nicht selten Volksfestcharakter annahm. So viel Spaß dies alles macht, der Aufwand durch tägliches Auf- und Abbauen ist groß und die Kapazitäten sind  beschränkt. Die vom Verein durchgeführten Schnittkurse, das preisgünstige Angebot an standortgerechten Obstbäumen in der Sammelbestellung und unser Kelterfest taten ein Übriges, so dass nun auch ein Pflanzboom für Obstbäume einsetzte.

Über den Obst- und Gartenbauverein wurden seit 1994 mit Unterstützung der Baumschule Reinsch in Wallbach mehr als 1000 Bäume verkauft, von denen der größte Teil zur Neuanlage und Erhaltung von Streuobstwiesen verwendet wurde.  Dieser nicht ganz unbedeutende Beitrag zu Naturschutz und Landschaftspflege  dient so der Bewahrung der Kulturlandschaft im Untertaunus. 

Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite findet sich Köstliches von der eigenen Wiese. Apfelkuchen aus eigenen Ontario-Äpfeln, mit Rosinen, Mandeln und frischer Schlagsahne. Most, Saft und Wein aus eigenen Kaiser-Wilhelm, Jakob-Lebel und Bohnäpfeln.

Speierlinge und Quitten verleihen dem Wein eine besondere Note, Birnenbrand aus heimischen Conference-Birnen oder Kirschwasser aus Hedelfinger-Riesenkirschen, Gelees und Marmeladen oder eine Obsttorte von Schattenmorellen, mit frischer Sahne und Kaffee. Bei uns geht der Naturschutz eben durch den Magen. Dabei ist es wichtig, dass die Ernte vor Ort verarbeitet werden kann und das auf einfachem Wege.

Nur wenn ein Angebot vom Pflanzen bis zum  Genießen besteht, kann der Bestand an Obstbäumen in unserer Region nachhaltig gesichert werden.

Als „fahrende Keltermeister“ ist dieser Erfolg auf  Dauer nicht mehr zu verkraften. Kelter und Zubehör benötigen einen Raum, ein Kelterhaus, um diese Aufgabe zu erfüllen. Im September 1999 stimmte die Gemeinde Hohenstein dem Anbau eines Kelterhauses an die Aubachhalle zu. Sie stellte die Fläche zur Verfügung und übernahm die Gründung und das Fundament. Im Gegenzug verpflichtete sich der Verein  zum Bau eines Lagerraums für die Mehrzweckhalle.  

Die Bauarbeiten begannen im August 2001 und waren bis Herbst 2002 weitgehend abgeschlossen.

Die feierliche Einweihung des Kelterhauses fand am 29.09.2002 im Rahmen des Kelterfestes 2002 statt.

Der Obst- und Gartenbauverein erstellte das Kelterhaus in Eigenleistung, unterstützt von der Gemeinde Hohenstein, dem Land Hessen und dem Rheingau-Taunus-Kreis. Aber ohne private Sponsoren und der ehrenamtlichen Hilfe von Handwerkern wäre das Kelterhaus undenkbar gewesen.

Ihnen allen sei recht herzlich gedankt.

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